-
Die Erkenntnis der Einsamkeit
Die einzige Erkenntnis des menschlichen Verstandes besteht in der Erkenntnis seiner Einsamkeit. Alle scheinbaren weiteren Erkenntnisse sind nur Variationen davon.
-
Das Anderssein des Anderen und der Schmerz
Wenn wir das Anderssein unseres Gegenübers nicht annehmen können, dann sind wir noch zu sehr im Schmerz verhaftet. Wir sind dann so nahe an unserer Schmerzgrenze, dass alleine das Anderssein unseres Gegenübers – dieses wenige Mehr an Schmerz des Getrenntseins, das wir allein durch seine nackte Existenz erfahren – unser Fass zum Überlaufen bringt. Die…
-
Erheben wir zu großen Anspruch auf unser Leben, dann leben wir in Schmerz und Angst
Zu großer Besitz führt zu übermäßiger Angst. Mit zu großem Besitz ist auch unser Leben gemeint. Erheben wir zu großen Anspruch auf unser Leben, dann leben wir in Schmerz und Angst. Man könnte uns ja unser Leben nehmen. Unser Leben könnte ja ruiniert werden. Die Angst nimmt ab, wenn wir uns klar darüber werden, dass…
-
Wann sind wir bereit, von dem was über uns steht und wacht, zu empfangen? Wann sind wir bereit, selbstbestimmt und frei zu sein?
Unser erster Hund hatte anfangs nichts im Sinne als die Flucht. Er war damals, als wir ihn bekamen, vier Jahre alt und wusste nur, sich auf sich selbst zu beziehen und nichts und niemandem außer sich selbst zu vertrauen. Alleine versteckt im Wald zu sein, wäre zu jener Zeit der ideale Zustand gewesen, der ihm…
-
Der Diktator – Das reine materielle Prinzip
Der Mensch, der zum Diktator wird, muss über überdurchschnittlichen Einfluss auf die materielle Welt verfügen. Sein Verstand – das materielle Bewusstsein – muss in seiner Stärke die meisten anderen Verstände überflügeln, um dann Macht über sie ausüben und sie auf ihn vereinigen zu können. Ein Bewusstsein mit einem überdurchschnittlichen Verstand ist ein Bewusstsein mit unterdurchschnittlicher…
-
Jedes Wort, das wir sprechen, ist Krieg
Jedes Wort, das wir sprechen, ist Krieg. Jedes Wort, das wir sprechen will etwas sagen. Etwas sagen bedeutet, etwas anderes nicht sagen zu wollen. Selbst, wenn ich von der „Einheit“ spreche, stehe ich damit der „Trennung“ gegenüber. Spreche ich von der „Einheit“, dann will ich die „Trennung“ von mir trennen. Jedes Wort ist eine Meinung.…
-
Ob Mann oder Frau. Jeder ist männlich und weiblich.
Jeder Gedanke, jede Analyse, jede Handlung ist in sich Yang. Ich sage Yang, um von dem Begriff männlich weg zu kommen und die gedankliche Verbindung zum biologischen Mann zu trennen. Alle Materie ist Yang. Alle sichtbare Existenz ist Yang. Das bedeutet, dass die Frau auch Yang ist. Sie ist es in ihrer körperlichen Existenz. Sie…
-
Valerie Solanas SCUM Manifesto
Nun fällt mir hier und jetzt ein anderer Text in die Hände. Es ist das SCUM Manifesto von Valerie Solanas. Was kann ich zur Autorin sagen? Bekannt wurde sie als Attentäterin auf Andy Warhol, den sie mit drei Schüssen lebensgefährlich verletzt hatte. Sie verbrachte ihre Strafe in einem Gefängnis für straffällig gewordene Geisteskranke… Sie wird…
-
Warum unser Verstand nie zur Ruhe kommt
Ich bin gereizt! Vor zwei Stunden hatte ich mich aufgemacht, um mal eben eine Lampe mit Bewegungsmelder im Brennholzschuppen anbringen zu wollen. Jetzt sitze ich im Wohnzimmer. Unverrichteter Dinge. Gereizt. Der Plan war eigentlich einfach: Der Brennholzschuppen teilt sich die Rückwand aus Holz mit meiner Werkstatt. Die Stromkabel laufen innerhalb der Werkstatt genau an dieser…
-
Wozu dienen die Gebote?
Die seelische Existenz ist amoralisch. Sie ist ewig, unendlich und eins. Daher gibt es für sie nicht die Frage nach moralisch oder unmoralisch. Nach menschgemachten, zeitgeistabhängigen Kategorien. Und so ewig, unendlich und eins ist das Schicksal und das, was wir gemeinhin als Gott bezeichnen. Daher ist es sinnlos zu fragen, wie Gott all das Leiden…
