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Doppeldenk

Psyche, psychische Belastung, „man“, negatives Grübeln, Depressionen, Angst, Unzufriedenheit. Sorge.

Der Psychologe spricht, als wäre da „jemand“, der so etwas „hätte“. Bei dem es drauf ankäme, daran etwas zu ändern, denn dieser „jemand“ „leide“.

Aber „wer“ soll denn da sein? In einer toten biochemischen Maschine? Was machen sich da alle Anhänger dieser Weltanschauung, die Materialisten, vor? Wie halten sich alle in diesem wahnsinnigen Doppeldenk. Wen sollte es denn in einer materialistischen, toten Welt scheren, wenn eine biochemisch-mechanische Konfiguration so oder so seine Substanzen produziert? Den Maschinen-Gott vielleicht? Den Maschinen-Gott, der diese Konfigurationen in ewiger Sinnlosigkeit bio-chemisch-mechanische Prozesse ablaufen lassen lässt?

Wie können diese so klugen Menschen ihre eigene Doktrin der Maschinenexistenz nicht anerkennen und offen aussprechen? Die Konsequenzen aufrichtig und entschlossen „leben“? Dies würde bedeuten, die Sinnlosigkeit seines ganzen ach so wichtigen Denkens und Tuns – und Existierens – offen zuzugeben. Und höchstwahrscheinlich diese ihre Existenz zu beenden.

Psychische Belastung, negatives Grübeln, Depressionen, Angst und Sorge sind Anzeichen der erwachenden Erkenntnis dieser Sinnlosigkeit. Der Psychologe empfiehlt (ganz in Verdrängung der Wahrheiten seines Weltbildes) : Verdrängung. – Ablenkung. Was Schönes tun. Mit Freunden treffen. Und so weiter. Wenn mir aber doch die Sinnlosigkeit meiner Maschinen-Existenz schwant (wenn Corona zum Beispiel mich am gewohnt effizienten Übertünchen und Verdrängen dieses Wissens hindert), was soll es da „Schönes“ geben? Was sollen „Freunde“ denn dann sein? Und was soll ich Heilsames mit ihnen unternehmen, ich Verdammter einer ewig verdammten kalten und toten Welt? Shoppen, Shoppen! Verdrängen, Verdrängen! Funktionieren, Funktionieren. Ich weiß….

Aber so einfach ist es nicht. Gäbe es nur den Maschinen-Gott, es gäbe kein Sein. Kein Existieren. Alles wäre Seins und damit wäre alles für ihn erreicht.

Es herrscht ein Kampf. Es herrscht ein Kampf um dieses „Alles“. Der Mensch ist mehr als nur Maschine und er weiß es. Depression ist der Ausdruck dieses unterdrückten Wissens in einem Wesen, das gezwungen wird als Maschine zu leben und gezwungen wird, seine Existenz als solche anzuerkennen. Natürlich kann er sein Maschinenende nicht akzeptieren. Ist es doch nicht wahr. Natürlich kann er sein Maschinenleben nicht akzeptieren, fühlt er doch die Wahrheit der Einheit und der Liebe in sich. Aber er muss über die Beseeltheit lachen, muss den Kopf schütteln und… wird gezwungen, damit sein wahres Sein zu verleugnen. Das Wissen, das ihn von allem Leid einfach erlösen würde, als absurden Witz abzutun.

Der Gott der Maschinen, der Gott der toten Materie, er ist im Aufsteigen begriffen. Die Aufklärung, der Materialismus und nun der Kapitalismus, der den Menschen nun völlig zum toten Produkt (als totes programmierbares Maschinenteil zu Produktion und Verbrauch von toten Dingen und toten Ideen) einer toten Welt macht. Und der Jahr für Jahr die Menschen mehr und mehr in dem Glauben an ihre Maschinenexistenz bestärkt, diesen Glauben alternativlos macht, ihn sie mittlerweile – unausgesprochen – als ihren natürlichen Zustand anerkennen lässt. Immer effizienter wird er in der Entseelung der Menschen, in der Verschleierung der wahren Größe und des wahren Sinns der menschlichen Existenz als Teil des lebendigen Kosmos.

Er wird diesen Kampf gewinnen. Und dann… Und dann wird er sterben, der tote Gott der Materie. Denn alles ist Kreislauf. Mit seinem Sieg hat er gleichzeitig alles verloren. Er weiß das nicht, denn er kennt keine Kreisläufe. Sein Streben ist ohne Sinn. Genauso ohne Sinn, wie das Leben des Maschinenmenschen es ist, der nichts außer seinem Tode in Sinnlosigkeit vor sich hat.

Nach dem Sieg der Materie beginnt alles wieder neu. Ganz rein, ganz neugeboren, ganz seelisch, ganz im Licht. Und ganz in der Einheit und in der Geborgenheit und in der Liebe.

Liebe Psychologen belügt Euch nicht weiter selbst. Das Heil kann nicht in den toten Dingen liegen. Bemüht Euch um Erkenntnis Eurer Beseeltheit oder zieht die aufrichtigen Konsequenzen, aber belügt nicht Euch und die armen Menschen weiter mit Eurem offensichtlichen und inkonsequenten Unsinn.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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