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Die scheinbar falschen Werkzeuge

Die Benutzung der – in unseren Augen – falschen Werkzeuge führt oft zum richtigen Ergebnis.

Wir fluchen und mühen uns ab, weil irgendjemand es mal wieder nicht geschafft hat, uns für unsere Arbeit das technisch auf dem neuesten Stand befindliche Spezialinstrument zur Verfügung zu stellen! Das Top-Werkzeug, das es uns ermöglichen würde, genau das zu tun, was wir für gut und richtig halten. Ja, nicht nur das, sondern das schon selbst von seinem Schöpfer mit einer Vision versehen wurde, wie es eingesetzt werden und welche Ergebnisse es ermöglichen solle! Statt dessen fummeln wir herum und unsere Hände werden ganz rau und blutig und unser Werk sieht so gar nicht nach dem aus, was wir uns vorgestellt haben und eine schöne, elegante und ansprechende Vision scheint diesem ach so unpassenden Werkzeug, das zu benutzen wir gezwungen sind, auch nicht mitgegeben worden zu sein! Was soll werden? Was werden die Leute sagen?! – Und dann haben wir im Schweiße unseres Angesichts zu Ende gefummelt und geflucht und schauen verwundert auf das Werk. Vielleicht sind wir überrascht, weil es nichts mit dem zu tun hat, was wir eigentlich schaffen wollten. Vielleicht sind wir überrascht, dass es so gut geworden ist. – Vielleicht sind wir auch enttäuscht und erst viel, viel später erkennen wir den Sinn in unserem Werk. Und dann ist es ein Sinn, der speziell für uns ist und nicht eine Vision, die schon von einem anderen in das Top-Werkzeug eingegeben worden ist und das in günstiger Massenproduktion jedem, der einfach schaffen will, zur Verfügung gestellt wird und zur federleichten und anstrengungsfreien Herstellung von Visionen eines anderen führt.

Vielleicht erkennen wir dann, warum die Wege nicht immer eben sein können. Und warum leicht nicht immer gut ist. Denn leicht ist oft die Verführung, den Weg zu gehen, den die Masse geht. Das zu schätzen, was alle schätzen. Und denen zu folgen, die sagen, wohin zu gehen und was zu schätzen sei…

Wenn jemand Dir sagt, Du machtest es Dir leicht, dann gehst Du den richtigen Weg. Deinen eigenen Weg. Und das ist eigentlich der schwerere Weg… wegen der Menschen, die sagen, Du machtest es Dir leicht.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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