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Abweichende Meinungen erzeugen in uns das schmerzhafte Gefühl des Getrenntseins

Wenn jemand etwas sagt und wir geraten deswegen in Wut, dann liegt das an der Trennung, die uns zugefügt bzw. bewusst gemacht wird. Der Sprecher trennt sich durch seine von uns abweichende Meinung von uns und uns von ihm. Er verursacht uns Schmerz und die unsichtbare Angst der Einsamkeit. Daher kann der Verstand nicht anders, als auf seiner Meinung zu beharren. Hat er alle Meinungen untergeordnet und stimmt ihm jeder zu, dann gibt es den Schmerz der Trennung nicht mehr für ihn. So glaubt er. Also ist aller Streit und Kampf um Meinungen, Ansichten und Weltanschauungen nur der Versuch des Verstandes, die verlorene Einheit mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wieder herzustellen. Er muss wüten, um letztlich nicht mehr wüten zu müssen. Er muss hassen, um letztlich nicht mehr hassen zu müssen…. Wut und Hass bedürfen eines Gegenübers. Gibt es diesen Gegenüber nicht mehr, wo sollte sich dann noch Wut und Hass entwickeln. So glaubt er.

Hat der Verstand alle Meinungen und Ansichten vereinheitlicht und muss nicht mehr streiten, ist das, was dann für ihn übrig bleibt, nicht nur noch Schmerz und Angst?

Der Schmerz und die Angst bedürfen aber keines Gegenübers. Sie existieren unabhängig von einem zweiten in uns Menschen. Der Verstand kann sie mit seinen Mitteln nicht los werden. Sie verlieren sich nur, wenn er bereit ist, loszulassen und sich der seelischen Wahrnehmung jenseits seiner fünf Sinne, der Einheit, zu öffnen. Tut er dies, nachdem er zu Ende gewütet und gehasst hat, dann ist er selbst ein zerstörtes Wesen, das nach langen Irrwegen endlich heimkehrt. Tut er dies bevor er überhaupt beginnt zu wüten und zu hassen, dann ist er ein großes Wesen aus Licht. Ist der Schmerz gelindert, dann gibt es keine Grundlage mehr für Angst, Wut und Hass.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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