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Abtrennung von der Welt durch Geld

Geld als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung hat die Eigenschaft, dass wir es von Menschen erhalten. Es steht in keinem Zusammenhang mit den Gaben der Natur, die alle anderen Lebewesen direkt erhalten. Auch unsere Vorfahren als Jäger und Sammler erhielten die Gaben der Natur direkt. Sie gingen in den Wald und jagten. Sie gingen durch die Natur und sammelten. Direkt. Es gab niemanden, der die Stelle der Natur einnehmen wollte und unsere Vorfahren gezwungen hätte, sich an ihn zu wenden, um einen Ersatz für Wild und Wurzeln zu erhalten, mit dem sie – im Tausch und dadurch abgetrennt von der Verbindung zur Quelle – ihre Bedürfnisse an Wild und Wurzeln hätten befriedigen können. Die Beziehung war damals Mensch ↔ Natur. Die Beziehung heute ist Mensch ↔ Mensch. Auch der „Erzeuger“ ist nur scheinbar mit der Natur verbunden. Auch er „verkauft“ „seine“ „Erzeugnisse“ für Geld, um sich dann für Geld die „Erzeugnisse“ anderer „Erzeuger“ zu „kaufen“. So ist durch das Geld ein geschlossenes System entstanden, dem die Verbindung zur Natur fehlt. Die Natur liegt irgendwo unter der Geldschicht verborgen und der Mensch ist durch das Geld von ihr isoliert. Er erfährt sie nur dann, wenn sie in Geld transformiert worden ist. Das System ist unvollständig, da es keine Wurzeln kennt. Es bezieht sich immer nur auf sich selbst. Und dieses Selbst – der Mensch – ist nur ein Teil des Ganzen. Es ist damit nicht vollständig und verhindert, dass der Mensch seine natürlichen Beziehungen und seine natürliche Stellung in der Natur erkennen kann. Die Warenproduzenten und die Geldversorger sind für den Menschen dadurch verständlicherweise an die Stelle der versorgenden Natur getreten. So muss er Banken, Unternehmen und Produkte anbeten und rituell pflegen, da sie die Stelle der versorgenden Mutter Erde eingenommen haben. Er denkt, dass er von ihnen abhängig sei und dass sein Schicksal von ihnen bestimmt werde. Genau so, wie unsere Vorfahren über die Natur dachten (und wie in anderen Kulturen immer noch gedacht wird). So ist diese Gesellschaft in einer Seifenblase gefangen. In einer Sphäre, die eine künstliche Welt beinhaltet, deren Kreisläufe von Menschen gemacht kurzsichtig, instabil und unvollkommen sind. Eine Welt, in der der Mensch niemals wirkliche Sicherheit verspüren und nur Ruhe finden kann, wenn er nicht so genau hinschaut und das, was er vorfindet als „gottgegeben“ annimmt und nicht weiter darüber nachdenkt bzw. nach-wahrnimmt. Aber was passiert, wenn wir nur noch Geld- und Warenversorger anbeten und pflegen? Was passiert mit unserer Beziehung zur beseelten Natur, die wir nicht mehr pflegen? Wie „schwingen“ wir dann, wenn wir nur mit dem zusammengeschusterten materialistischen Menschensystem in Resonanz gehen? Was bleibt dann von der Harmonie der natürlichen Kreisläufe in uns erhalten?

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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