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Ohne Furcht

Auch habe ich mir lange Gedanken über die Form der Worte selbst gemacht. Sollte ich die Begebenheiten, die mir selbst geschehen und mir so bedeutungsvoll sind, als Geschichten erzählen, die ohne mich als Person auskommen? Als Geschichten in denen ich mich durch eine andere Person ersetze, um nicht in den Verdacht der Selbstdarstellung zu geraten? Sollte ich das, was ich erkannt habe besser einem Gott, einem Ahnen oder eine anderen spirituellen Wesen in den Mund legen, um das Gewicht zu erhöhen und den Wünschen des lesenden Verstandes nach klischeehafter höherer Führung entgegen zu kommen? Ich habe mich in beiden Fällen aus folgenden Gründen dagegen entschieden.

Das, was mir an Begebenheiten widerfahren ist, ist mir widerfahren. Es gibt keinen Grund, an dieser Wahrheit etwas kosmetisch zu verändern. Täte ich es, ich würde die Wahrheit opfern, für ein wenig Zustimmung des bewertenden und kategorisierenden Verstandes, der Selbstzurschaustellung bei sich selbst gerne pflegt, diese aber bei seinem Gegenüber ablehnt und schnell einen entsprechenden Verdacht entwickelt. Nähme ich mich persönlich heraus, die Worte wären dem Verstand angenehmer, nur wäre das, worum es geht – das, was hinter Worten und Gedanken auf Entdeckung harrt – unwiederbringlich verschüttet.

Für mich ist die Form der Ich-Erzählung persönliches Bekenntnis zu dem, was geschrieben steht. Zu jedem Wort. Und zu allem dahinter.

Das, was ich als Erkenntnis gewonnen habe über die Jahre meines Rückzuges und meiner Widmung der Erforschung unserer seelischen Existenz, ist mir natürlich gegeben worden. Wie könnte es anders sein. Nur gibt es kein woher. Oder von wem. Gerade möchte ich bekennen, dass wir alle – jeder von uns – in der Lage sind, die göttliche Inspiration, selbst die Erkenntnis ewiger Wahrheiten, zu empfangen. Ohne Unterschied. Allein, weil jeder von uns ein beseeltes Wesen ist und immer und überall mit dem ewigen und unendlichen Aspekt seiner Seele verbunden ist. So ist es kein Mangel, wenn nicht Osiris oder mein Urgroßvater oder ein Außerirdischer oder Erzengel Michael oder Jesus Christus mir mein Erkennen gegeben hat. Auch ist es keine Mangel, wenn ich nicht in fernen Ländern fremde und vor allem alte Bücher studiert habe. Osiris, meine Ahnen, die Außerirdischen aus der fünften Dimension oder sonst woher, Michael und Jesus sind eins in der Ewigkeit und Unendlichkeit unserer jenseitigen Existenz. Und wir sind eins mit ihnen. Wer über sie oder andere etwas empfängt, der tut dies, weil er ihre Kraft spürt und sie darin als Boten erkennt. Nur ist ein solcher Vorgang nicht zwingend nötig. Der Wunsch, immer eine höhere Instanz haben zu müssen, die uns sagt, was recht und unrecht ist, wie etwas getan oder gelassen werden muss, entfremdet uns schlussendlich davon, unserer eigenen Erkenntnis zu vertrauen. Entfremdet uns davon, dem, was sich in uns entwickelt, zu vertrauen. Davon, die göttliche Erkenntnis, den heiligen Geist – die eigentliche einzige höchste Autorität und Instanz, der wir überhaupt folgen sollten – in uns selbst zu entdecken. Ganz ohne „kompetenten“ Vermittler. Um dieser meiner Wahrheit Nachdruck zu verleihen, stelle ich mich mit dem, was ich erfahren habe allein und ungeschützt vor den Leser und das unvermeidliche Urteil seines Verstandes. Keine ferne irdische oder überirdische Autorität steht schützend an meiner Seite. Ich bekenne, dass alle ewige Erkenntnis aus jedem von uns selbst heraus treten kann. Aus diesen Beweggründen ist die Form dieses Buches, wie sie ist. Ich bekenne meine Erlebnisse und ich bekenne meine Erkenntnisse. Niemand sonst soll als Maßstab dienen oder die Verantwortung tragen. Und so möchte ich ein Beispiel für alle sein. Erkennt und bekennt. Ohne Furcht.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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