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Wie ist denn das mit unseren fünf Sinnen? Wie ist denn das mit unserem Seelensinn?

Wie ist denn das mit unseren fünf Sinnen? Wie ist denn das mit unserem Seelensinn? Warum wird bei ersteren angenommen, es sei so, wie man es mit ihnen wahrnimmt und bei letzterem häufen sich bei vielen oft eher die Zweifel?

Die fünf Sinne gehen zusammen. Wenn ich etwas sehe, dann kann ich möglicherweise auch hingehen und es anfassen, es fühlen. Vielleicht kann ich noch daran klopfen und es gibt einen Klang. Ich kann es dann sogar hören. Vielleicht verströmt es auch noch einen Geruch und wenn ich daran lecke, dann schmeckt es eventuell sogar nach irgendetwas. Die fünf Sinne signalisieren: Wir nehmen da alle zusammen etwas wahr. Also ist es existent.

Tja. So einfach ist das. Anscheinend. Aber was ist denn, wenn sich etwas außerhalb unserer Sicht-, Fühl-, Hör-, Riech- und Schmeckreichweite befindet? Ganz „real“. Ganz materiell. Einfach etwas weiter weg. Und wenn es dazu noch neu ist für unseren Verstand? Wo er „un-erfahren“ ist, sozusagen? Da kommt dann jemand und erzählt ihm phantastische Geschichten von Dingen hinter den sieben Meeren und den sieben Bergen und unser in dieser Sache un-erfahrener Verstand tut das, was er am besten kann, wenn etwas seinen Horizont überschreitet (sprich: außerhalb seiner Wahrnehmung liegt): Zweifeln. Erst, wenn er es mit seinen Sinnen – mit möglichst allen Sinnen – erfahren konnte, dann ist es für ihn „wirklich“. Erst, wenn es über Meere und Berge zu ihm oder er über Meere und Berge zu ihm gebracht wurde und er es mit seinen Sinnen wahrnehmen kann, dann kann er es als „existent“ annehmen. Sonst nicht.

Also bedeutet der Zweifel des Verstandes nicht unbedingt, dass etwas wirklich nicht „existiert“ (die Frage, was „existieren“ eigentlich bedeuten soll, lassen wir hier einmal außen vor…), sondern, dass er sich außerhalb der Reichweite dessen befindet, es hinter seinem Horizont sich befindet, dass er es noch nicht erfahren hat. Man sollte also dieses zweifelnde Urteil seines Verstandes nicht als etwas Abschließendes betrachten. Ihm fehlt einfach die sinnliche Information.

Nun ist das, was der Seelensinn wahrnimmt, nicht über die fünf Sinne zu erfahren. Da kann der Mensch über Berge und Meere reisen wie er will. Er kann Raum überwinden und Zeit aufwenden. Es wird seinem Verstand nichts nützen. Der Horizont, hinter dem diese Information, diese seelische Information, liegt, ist nicht für ihn zu überwinden. Er wird immer un-erfahren bleiben in dieser Hinsicht. Aber diese – leider prinzipbedingte – Unerfahrenheit des Verstandes in seelischen Fragen bedeutet eben nicht, dass die seelische Wahrnehmung Lug und Trug ist. Sie ist nur nicht für ihn mit seinen fünf Sinnen erfahrbar.

„…Dieses „Seelische“, das ist doch nur so ein „Gefühl“…“… Was ist denn die Wahrnehmung der fünf Sinne? Auch „nur“ ein „Gefühl“, oder? Im Irdischen brauchts alle fünf Sinne, um „überzeugt“ zu sein. Im Seelischen, da brauchts nur den einen…

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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