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Wenn wir in der Natur leben, dann erkennen wir ihre Prinzipien

Wenn wir in der Natur leben, dann erkennen wir auch wieder die Prinzipien, denen wir selbst gehorchen müssen. Wir heben den Stein und zerstören dabei eine ganze Stadt von Ameisen oder eine Familie von Kellerasseln muss fliehen im Angesicht dieser Katastrophe. Einige dieser Wesen wurden von unserer Tat getötet. Die anderen in Angst und Schrecken vertrieben. Gut, dass sie haben, wo sie hingehen können. Gut, dass sie noch in einem Kosmos weilen, der ihnen Zuflucht bietet und sie nährt. Am nächsten Stein oder unter dem nächsten alten Stück Holz. Alles ist woanders wieder für sie da, wenn eine Katastrophe an einem Ort über sie kommt. Gesegnet sind die Ameisen und die Asseln, das sie es so gut haben und so behütet sind.

Wir zerstören Heimstätten, bringen ganze Völker zum Wandern, verursachen Angst und Schrecken, wir bringen den plötzlichen Tod. Wir vereinzeln die Ameise, die an unserem Hosenbein sitzt und trennen sie durch unser Gehen für immer von den ihren, die sie so dringend zum Überleben braucht. Und wir denken ‚Hoppla. Wie es da wimmelt unter dem Stein.‘ und wir denken ‚Weg mit Dir von meinem Hosenbein, Du Ungeziefer.‘. Mehr denken wir nicht. Wenn überhaupt. Denn es ist der Weg des Lebens, den wir den anderen Wesen zugestehen. ‚Es geschieht ihnen eben, was geschieht.‘ sagt dann jemand. ‚Es war ja nicht meine Absicht.‘ sagt dann vielleicht ein anderer. – Wir sollten dann auf unser Leben schauen und auch für uns annehmen, dass der Tod kommt, dass der Wandel kommt, dass die Einsamkeit kommt. Es geschieht eben, was geschieht. Niemand hat uns gegenüber eine böse Absicht… Es gibt für uns keinen Grund zu hadern. Jedenfalls nicht, wenn wir das Beharren aufgeben und uns wieder dem Wandel der Dinge hingeben. Wir wollen nicht sterben, aber wir töten am laufenden Band. Wir wollen ewig leben, geben den Tieren und Pflanzen aber den frühen Tod….

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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