Wir sind einfach Ableitungen von Molekülbewegungen, von Atombewegung, vielleicht von Quantenbewegung. Ich habe keine Ahnung. Aber wir sind nicht mehr; wir sind nur Funktionen dieser naturgesetzlichen Geschehnisse in größerem Rahmen. Nur unsere Selbstlosigkeit unterscheidet uns von allem rein physikalischen Geschehen. So können wir das denken, so können wir das sehen in unserer Vorstellung. Aber befreien wir uns noch von der Vorstellung von Molekülen, von Atomen, von Quanten und von Bewegung, wo landen wir dann? Dann sind wir in Mitten des Geheimnisses der Existenz. Und wir wissen,… wir wissen nichts. Und gleichzeitig können wir wissen, wir wissen alles, denn wir sind alles. Für uns ist die Vorstellung von der Nichtexistenz von Materie gleichbedeutend mit Leere, mit Nichts. Aber es ist nur die Vorstellung von uns als materiellen Wesen, dass jenseits der Materie nichts ist. Vielleicht ist dort ja alles nur eben nichts so wie wir es uns vorstellen können. Eben unvorstellbar für uns. Aber trotzdem da oder vielleicht auch nicht da. Vielleicht gibt es kein da. Vielleicht gibt es im Nicht materiellen gar kein „da“. Keiner weiß das. Wir wissen nichts.
Nur wenn wir anerkennen, dass ein Baum vielleicht kein Baum, ein Hund vielleicht kein Hund, die Sonne vielleicht nicht die Sonne, die Erde vielleicht nicht die Erde, der Mensch vielleicht nicht der Mensch, unser Körper und unser Geist vielleicht nicht existent sind, nur dann können wir anfangen uns wirklich zu befreien. Dann gelangen wir über unsere materielle Begrenzung hinaus.
Heute am 26.10.2024 habe wirklich erfahren, dass niemand etwas weiß.
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