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Sind wir frei oder einsam?

Die Menschen sind frei von der Machtausübung von Monarchen. Sie sind frei von der Machtausübung der Kirchen. Sie sind frei von der Machtausübung durch Aberglaube und Scharlatanerie.

Der Aufklärung sei Dank! Freiheit!

Vielleicht gab es ja auch irgendwo einmal einen wohlmeinenden Monarchen. Den, unter dem die Menschen in Frieden und Glück leben konnten. Den sie liebten, dem sie sich im Wissen um seine Weisheit und Güte anvertrauen konnten. Vielleicht… Vielleicht gab es auch Christen, die den Segen spenden konnten. Die dem Beladenen den Schmerz nehmen und ihn die Wahrheit der Geborgenheit in der seelischen Kraft wahrnehmen lassen konnten… Und vielleicht gab es auch Menschen, die tiefer schauen konnten als andere. Die ein Stück weit in die Ewigkeit und Unendlichkeit schauen konnten und dem Fragenden Antwort und dem Kranken Heilung geben konnten…. Vielleicht gab es das auch einmal…

Wäre doch gut gewesen, dies alles zu fördern, oder? (Auch den Monarchen. Auch den, ihr lieben freiheitsliebenden Individuen. Es ist so köstlich, sich der Führung eines weisen und wohlmeinenden Monarchen anzuvertrauen… Das bildet den Charakter…) Aber die Aufklärer, berauscht von der Freiheit und der Vernunft und ihrem Glauben an die Materie (und in ihrem Schmerz, geboren aus der Ausbeutung der Menschen durch Staat und Kirche), konnten nicht unterscheiden. Sie kannten nur: Freiheit! Des Menschen. Des Geistes. Des Individuums!

Was haben wir jetzt? Was folgte daraus, aus diesem Geist? Eine Arena in der jeder Individuum sein muss und in der er haltlos mit den Armen und Beinen rudert, dahin treibt im luftleeren Raum. Ein System, das um ihn gewirkt worden ist, in dem er gezwungen wird, seine niedersten Instinkte zu fördern um gnadenlos gegen seine Mit- oder besser Gegen-Individuen zu kämpfen. Er, der in sich weiß (und es doch nicht mehr weiß), dass er so viel mehr ist. Der die seelische Führung braucht, denn er kann dann göttlich handeln und erstrahlen. Denn dafür ist er gemacht! Aber er muss schlachten. Für eine Herrn, der ihn nicht liebt. Der macht, dass der Mensch sich selbst nicht liebt. Er muss trachten selbst ein kleiner Herr zu werden, Macht zu erlagen. Denn sonst, da tun es die Anderen! Ein ewiger Kampf um – die Freiheit? Nein. Um das nackte Überleben.

Freiheit, die alle (und alles) einschließt, gibt es ohne Wissen um das Göttliche nicht. Die Brüderlichkeit übrigens auch nicht… Ohne das Wissen um das Seelische bleibt nur der Hass. Und wirklich nur der Hass. In welcher Verkleidung und unter welchem Namen und in welcher Deutung er auch erscheinen mag. Und das System des Hasses ist der Materialismus. Ist nun der Kapitalismus. Und er, der Hass, er kennt keine Begrenzung und er schließt alles ein. Denn es gibt nur ihn, das Individuum. Und alles außer ihm ist ihm fremd. Und letztlich ist er es auch sich selbst.

Die Aufklärer haben die Welt nicht erfasst. Die Aufklärer hatten damals schon ihren eigenen geschickten, heimlichen Herren, der ihnen den Seelensinn verstopft hat. Und sie sahen ihn nicht, den heimlichen, den böse schmunzelnden Herren, und redeten absurd, verblendet, selbstgerecht und vermeintlich so schlau von Freiheit, Freiheit, Freiheit.

Die wahre Freiheit aber hat der Mensch in seiner Freiheit von der Angst vor dem Tod, in der Freiheit vom Hass und in der Freiheit von den Begrenzungen, die ihm seine materielle Existenz auferlegt.

Aber das wäre vielleicht ein wenig zu viel der Freiheit gewesen, als dass der heimliche, böse schmunzelnde Herr es den geblendeten Aufklärern gewahr machen wollte…

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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