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Frank – furt. Vergessen und alles neu erkennen

Frankfurt…. – – – Frank… Furt… – Ich liege im Bett und mir kommt dieses Wort in den Sinn. Es erscheint mir so völlig fremd. Ein Vorname. Frank. Ein Flussübergang, seicht und flach. Furt. Ich bin verwundert. Sollte Frankfurt mir nicht ein Begriff sein? So wie er es jeden Tag in meinem Leben eigentlich ist? – „Kommen wir über Frankfurt, wenn wir nach so und so fahren?“ Frankfurt, die Bankenmetropole Deutschlands. Wo die Leute etwas kühl sein sollen. Wo auf den Autobahnen gerast wird, als gäbe es kein Morgen. Eine reiche Stadt in Hessen. Der Flughafen. Der Main. Ffm. Skyline. – Nichts von alledem verbinde ich jetzt in diesem Moment mit diesem Wort. Es ist, als sähe ich es zum ersten mal. Ich frage mich noch erstaunt: Kommt wirklich ein „K“ in dem Namen der hessischen Stadt vor, mit der ich das Wort Frankfurt eigentlich verbinden sollte? Der Flussübergang mit dem Männernamen. Oder mit dem Namen des Volksstammes, der dort übersetzte. Den Franken, vielleicht. Selbst diese neuen Begriffe, diese neuen Definitionen, mit denen ich versuche mich dem Wort Frank-Furt zu nähern, beschreiben nicht das, was ich spüre, wenn ich Frank-Furt in Gedanken ausspreche. Sie sind auch nur Krücken, die mir nicht helfen, zu begreifen. Meine Frankfurt-Schublade ist leer und wie neu. Frank – – – – Furt… Ich fühle Frank – – – Furt jetzt… Ist es das, was die Alten meinten, wenn sie sagten, wir sollten das Vergessen lernen? Wir sollten das Nichtlernen lernen? Wir sollten unser Nichtwissen mehren? Alles über Frankfurt vergessen und neu beginnen? Wie die Kinder, die die Welt zum ersten mal sehen? Ich frage mich: Ist das einer der Gründe, warum der moderne Mensch so gerne verreist? Möchte er einmal seinen Schubladen entrinnen? Einmal den festen Deutungen seines Verstandes entrinnen und an einem Ort sein, an dem er ein Wort liest, das noch keine Schublade hat, in die sein Denken umgelenkt werden kann? An einem Ort, an dem er etwas sieht, was neu für ihn ist? Wo er etwas liest und etwas sieht und dies dann für kurze, kurze Zeit fühlen kann, mit seinem Seelensinn wahrnehmen kann? Wo er einmal kurz im Paradies sein kann? Ohne Erkenntnis und offen für seine inneren Wahrnehmungen? Kurz. Solange, bis der Verstand das Wort im Wörterbuch nachgelesen hat und man das Gebäude, den Brauch, die Pflanze sich durch den Reiseführer hat erklären lassen. Dann ist alles wieder vorbei. Dieser zauberhafte Moment der Freiheit. Der Moment des anders Sehens.

Und dann:Ja, ja, das Wort klingt wirklich eigenartig, wenn man es das erste Mal hört. Es bedeutet schlicht und einfach dies und das. Aber das andere, das ist ja ein so tolles und vielschichtiges Wort. Musst Du mal im Langenscheidt nachlesen.Auch die Gebäude und die Bräuche. Im ersten Moment wirklich faszinierend. Aber wenn man dann erkennt, wie primitiv das eigentlich alles ist. Im Gegensatz zu den so und so Tempeln und Schlössern, die ja so filigran und tief sind.Steht alles im Baedecker. Die Pflanzen. Wirklich schön. Aber tropisch. Nicht zu ziehen bei uns. Na ja. Wüsste eh nicht wohin damit. Ist auch besser, wenn sie da bleiben, wo sie zu hause sind. Es war wirklich schön. Wenn man sich erst mal einmal in der Stadt auskennt und weiß wo was ist, dann ist es noch leichter… und alles war so authentisch.

Am nächsten Morgen kannte ich Frankfurt wieder. Die Stadt in Hessen am Main. Ich las das Wort noch einmal in Gedanken. Frankfurt – Flughafen. Bankenmetropole. Natürlich. Wie hätte es je anders sein können. Skyline. Sichtbar von der Autobahn.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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