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Das ewig Wissende gebiert die Welt, erhält das Leben und das Handelnde handelt ohne Eigennutz in Freude und Liebe und ohne Angst vor dem Tod.

Natürlich wird das Weibliche ausgenutzt. Das ist seine Eigenschaft. Es ruht, es trägt und es nährt den Säugling an seiner Brust. Den Säugling, der als Einziger egoistisch sein darf. Der als Einziger nur nehmen darf, denn er ist noch zu schwach in der Welt.

Der Schluss, der daraus gezogen wurde, dass man das Weibliche abschaffen muss, um nicht ausgenutzt zu werden, ist ein völliger Fehlschluss, der nur von Menschen kommen konnte, die ihr hingebendes Weibliches bereits nicht mehr gespürt haben. Die bereits nur noch im männlichen Über-Lebenskampf, in der Todesangst, waren.

Das Weibliche, das Seelische, das Nährende, das Selbstlose wird beschützt durch das Männliche. Im Menschen selbst, in der Gesellschaft, in der Welt. Das Männliche dient dem Weiblichen und das Weibliche gibt sich in Liebe hin. Das Männliche – das auch wieder hingebendes Weibliches in sich trägt, wie alles und immer so fort – handelt in Liebe. Nach Innen und nach Außen. Das ist das Prinzip des Gleichgewichts. Das ist das Prinzip der Ritterlichkeit. Das Starke, das Handelnde sitzt zu Füßen des Ruhenden, ewig Wissenden und handelt im Einklang mit diesem angstlosen, ewigen Wissen um den Kreislauf und den Sinn. Das ewig Wissende gebiert die Welt, erhält das Leben und das Handelnde handelt ohne Eigennutz in Freude und Liebe und ohne Angst vor dem Tod.

Wie ist es bei uns: Das Männliche handelt. Allein. Für sich. Es zwingt das Weibliche, ihn an seine Brust zu nehmen und ihn zu nähren. Und das Männliche schützt das Weibliche nicht. Es unterdrückt es. In sich, in der Gesellschaft, in der Welt. Und so schwindet das Weibliche, das Hingebende, das sich Verschenkende, die Liebe, die ewige Weisheit vom Sinn, immer mehr aus der Welt. Wird restlos ausgesaugt im Eigennutz des Männlichen, das das Weibliche aus sich verbannt hat, um ja nur niemals ausgenutzt zu werden. Um nur niemals anderen geben zu müssen. Denn wer im Über-Lebenskampf ist, der hält alle Ressourcen bei sich, der saugt alles aus, was er kann.

Nun ist das Ruhende, das Liebende, das Hingebende, das Wissende, in dieser Welt bald aufgezehrt. Der Trugschluss, die Verblendung, tritt langsam zu Tage. Das Weibliche war es, das in seiner nährenden, gebärenden Hingabe erst alles ermöglicht hat. Und trotz allen Leugnens und selbstherrlichen Sichselbstbetrügens stellt, nicht mehr leugbar, sich heraus: Es war die einzige Nahrung. Ohne die nährende Brust der Mutter kann nichts existieren. Der männliche egoistische unersättliche Säugling kann nur saugen, bis nichts mehr da ist. Er kann nichts Neues erschaffen. Wenn er alles genommen hat, dann wird er vergehen…

Und alles, was er in seinem Leben hatte, war einsame kalte Angst. Angst davor, einem anderen Angsterfüllten zu unterliegen. – Und dann kommt der Tod. Und er hat nichts und niemandem gedient. Hat nicht teilgehabt am ewigen Wissen um die Liebe und den Sinn…

Und dieser Tod des Weiblichen betrifft Frauen in gleichem Maße wie die Männer… Da gibt es keinen Unterschied.

Niemals darf der Schmerz uns leiten. Unser Handeln erwächst aus dem angstlosen Wissen um unsere Geborgenheit im Sinn, um unsere Beseeltheit und um die ewige Einheit von allem. Wir handeln immer in Liebe zu allem und jedem. Es existiert keine innere Trennung. Niemals darf der Schmerz allein uns leiten.

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